Theoretische mit empirischen Fragen verbinden zu wollen (oder empirische Fra gen vor dem Hintergrund theoretischer Konstrukte behandeln zu wollen), bringt einen Politologen eigentlich nach wie vor in Verruf: entweder wolle er sich wirklich theoretischen Erwägungen durch die Flucht in die Empirie entzie hen oder besitze nicht die nötige Leidenschaft, um wirklich detaillierte Fallstudi en durchzuführen, so daß er dabei gerne ins Theoretisieren verfalle. Indes wird hier die kühne These vertreten, daß sich gerade die Disziplin Internationale Po litik dauerhaft nur sowohl theoretisch eigenständig als auch politisch relevant er halten können wird, wenn sie sich als empirische Sozialwissenschaft versteht, die weder irgendwelche episodischen narratives erzählen noch selbstgefällige arm chair philosophy betreiben will. Vielmehr sollte sie versuchen, durch geeignete Spezialmethoden internationale Phänomene analytisch zu erfassen, erklären und zu prognostizieren, diesen konzeptuellen Rahmen aber stets an die politische Wirklichkeit rückzubinden und im Licht sei es analytischer oder historischer Er fahrung permanent zu evaluieren und gegebenenfalls zu revidieren. Und darüber hinaus sollte all dies keinem intellektualistischen Selbstzweck dienen, sondern nach politisch-praktischer Relevanz streben. Die vorliegende Studie will deswegen trotz ihrer Zielsetzung einer doch recht breiten theoretischen Bestandsaufnahme auch nicht heimlich ein neues Zeitalter glänzender Großtheorie propagieren, sondern vielmehr neue Diskussi onsgrundlagen und -perspektiven eröffnen. Unter anderem dadurch, daß sie po puläre Halb- und Fehlinterpretationen des Paradigmas des Realismus in der Theorie der internationalen Politik richtigzustellen versucht und die gegenwärti gen neuesten (im deutschen Sprachraum wenn überhaupt, dann nur pauschali sierend rezipierten) theoretischen Herausforderungen wie auch Renaissancen des Realismus systematisierend vorstellt.

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